Künstliche Intelligenz im Berufsalltag
Darum geht es
Künstliche Intelligenz spielt längst auch außerhalb klassischer IT-Berufe eine Rolle. Entscheidend ist deshalb nicht nur, einzelne Anwendungen bedienen zu können. Du solltest auch einschätzen können, wie die Ergebnisse entstehen, wo ihre Grenzen liegen und welche Informationen du einem System anvertrauen darfst.
In „Künstliche Intelligenz verstehen und verantwortungsvoll anwenden – Grundlagen für den Berufseinstieg“ verbindest du technisches Grundverständnis mit praktischer Anwendung. Du lernst, geeignete Aufgaben für Künstliche Intelligenz zu erkennen, Ergebnisse zu kontrollieren und die Technologie verantwortungsvoll in berufliche Arbeitsabläufe einzubinden.
Als PDF ansehenDie wichtigsten Kursdaten
Künstliche Intelligenz verstehen und verantwortungsvoll anwenden auf einen Blick
Dauer
4 Wochen in Vollzeit
Umfang
200 Unterrichtseinheiten
Format
Virtueller Präsenzunterricht
Vorkenntnisse
Keine Vorkenntnisse in Künstlicher Intelligenz oder Programmierung erforderlich
Ausstattung
Leihgerät und benötigte Zugänge zu den eingesetzten Werkzeugen werden bereitgestellt
Abschluss
AZuKo-Zertifikat + externe Zertifizierung „KI-Grundlagen“ durch HIPM-Zert
Deine Lernziele
Künstliche Intelligenz verstehen, anwenden und kritisch beurteilen
In der Weiterbildung baust du ein grundlegendes Verständnis für Künstliche Intelligenz auf und lernst, sie gezielt, kritisch und verantwortungsvoll im beruflichen Alltag einzusetzen.
Künstliche Intelligenz und Sprachmodelle einordnen
Du entwickelst ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Deep Learning und große Sprachmodelle zusammenhängen.
Dabei lernst du,
- wie Sprachmodelle mit Token und Wahrscheinlichkeiten arbeiten,
- welche Bedeutung Trainingsdaten und Fine-Tuning haben,
- warum Modelle Wissensgrenzen besitzen,
- wie Halluzinationen, Verzerrungen und begrenzte Kontextfenster entstehen können.
Prompts entwickeln und Ergebnisse prüfen
Du formulierst Aufgaben so, dass Sprachmodelle möglichst passende und verwertbare Ergebnisse liefern, und bewertest die erzeugten Inhalte kritisch.
Dabei lernst du,
- Prompts mit Rolle, Kontext, Aufgabe und gewünschtem Ausgabeformat zu strukturieren,
- unterschiedliche Vorgehensweisen beim Prompting anzuwenden und zu vergleichen,
- verschiedene Sprachmodelle für dieselbe Aufgabe zu testen,
- Ergebnisse auf Plausibilität, Vollständigkeit und sachliche Richtigkeit zu prüfen,
- zu erkennen, wann eine menschliche Kontrolle oder Entscheidung erforderlich bleibt.
Berufliche Anwendungsfälle mit KI bearbeiten
Du untersuchst, welche beruflichen Aufgaben sich sinnvoll mit Künstlicher Intelligenz unterstützen lassen, und überträgst das Gelernte auf einen eigenen Anwendungsfall.
Dabei lernst du,
- KI für Textproduktion, Recherche, Dokumentenverarbeitung und Kommunikation einzusetzen,
- geeignete Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz zu erkennen,
- erste einfache automatisierte Abläufe kennenzulernen,
- einen eigenen beruflichen Anwendungsfall von der Analyse bis zur Qualitätskontrolle zu bearbeiten.
Datenschutz, Recht und Verantwortung berücksichtigen
Du setzt dich mit den rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für einen verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz auseinander.
Dabei lernst du,
- relevante Grundlagen des europäischen Rechtsrahmens für Künstliche Intelligenz einzuordnen,
- Datenschutz und den Umgang mit sensiblen Daten zu berücksichtigen,
- KI-generierte Inhalte urheberrechtlich einzuordnen,
- einfache Nutzungsregeln für den eigenen Arbeitskontext zu entwickeln.
deine berufliche Perspektive
Für den Berufseinstieg, Wiedereinstieg und neue Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die sich beruflich neu orientieren, nach einer Unterbrechung wieder ins Berufsleben einsteigen oder ihre beruflichen Möglichkeiten um grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz erweitern möchten.
Sie eignet sich insbesondere für Fach- und Führungskräfte aus kaufmännischen, administrativen, kreativen und organisatorischen Tätigkeitsfeldern. Auch als Quereinsteiger:in kannst du teilnehmen, wenn du bisher noch keine Erfahrung mit Künstlicher Intelligenz hast.
Zugang zur Weiterbildung
Das brauchst du für die Teilnahme
Für die Teilnahme benötigst du eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder ein abgeschlossenes Studium.
Außerdem solltest du sicher mit einem Computer, einem Browser und gängigen Office-Anwendungen umgehen können. Programmierkenntnisse und Vorkenntnisse in Künstlicher Intelligenz sind nicht erforderlich.
Da die Weiterbildung online stattfindet, benötigst du eine stabile Internetverbindung. Die erforderliche technische Ausstattung mit Laptop, Headset und Maus kann dir von AZuKo als Leihgerät zur Verfügung gestellt werden. Auch die benötigten Zugänge zu den im Unterricht eingesetzten KI-Werkzeugen und Übungsumgebungen werden bereitgestellt.
Hilfreich für die Teilnahme
Du solltest bereit sein, Anwendungen selbst auszuprobieren, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und eigene Aufgabenstellungen zu entwickeln. Da ein Teil der Weiterbildung als begleitetes Selbststudium stattfindet, hilft dir außerdem die Bereitschaft, Inhalte eigenständig zu wiederholen, zu vertiefen und praktisch anzuwenden.
Dein Abschluss
Dein Weg zur externen Zertifizierung
Die Weiterbildung bereitet dich gezielt auf die externe Zertifizierung „KI-Grundlagen“ von HIPM-Zert vor. Die Prüfung weist grundlegende, werkzeugunabhängige KI-Kompetenzen nach – vom Verständnis von KI und Sprachmodellen über strukturiertes Prompting bis zur Qualitätskontrolle sowie zum verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Lernstand regelmäßig überprüfen
Während der Weiterbildung absolvierst du regelmäßige Lernstandskontrollen zu den behandelten Inhalten. So kannst du deinen Lernfortschritt überprüfen und dich gezielt auf die externe Prüfung vorbereiten.
Eigenen Anwendungsfall bearbeiten
Zum Abschluss der Weiterbildung entwickelst und präsentierst du einen eigenen beruflichen Anwendungsfall. Dabei überträgst du das Gelernte auf eine konkrete Aufgabe aus der Praxis und beschäftigst dich unter anderem mit der Auswahl des Anwendungsfalls, der Dokumentation und der Qualitätskontrolle.
Externe Zertifizierungsprüfung ablegen
Die externe Prüfung wird von HIPM-Zert unabhängig von AZuKo durchgeführt. Geprüft werden vier Kompetenzbereiche:
- Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz und Sprachmodellen
- Anwendung und strukturiertes Prompting
- Qualitätskontrolle und verantwortungsvolle menschliche Entscheidung
- Recht, Datenschutz und verantwortungsvoller KI-Einsatz
Der Zugang zur Prüfung wird innerhalb der letzten anderthalb Unterrichtswochen freigeschaltet. Du bist dabei nicht an einen festen Prüfungstermin gebunden.
Zwei Zertifikate erhalten
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhältst du dein AZuKo-Zertifikat. Bestehst du zusätzlich die externe Prüfung, erhältst du das Zertifikat „KI-Grundlagen“ von HIPM-Zert.
Das externe Zertifikat ist unbefristet gültig und weist die zugrunde liegende Fassung des Lernzielverzeichnisses aus.
Die reguläre Prüfungsgebühr ist bereits in den Kosten deiner Weiterbildung enthalten.
Nach der Weiterbildung
Künstliche Intelligenz im Beruf fundiert einsetzen
Nach der Weiterbildung kannst du Künstliche Intelligenz nicht nur anwenden, sondern ihre Möglichkeiten und Grenzen besser einschätzen.
Du kannst:
- geeignete berufliche Aufgaben für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz identifizieren,
- strukturierte Prompts für unterschiedliche Aufgaben entwickeln,
- verschiedene Sprachmodelle und ihre Ergebnisse vergleichen,
- KI-generierte Inhalte kritisch auf Qualität und Plausibilität prüfen,
- Risiken bei sensiblen Daten und automatisierten Abläufen besser erkennen,
- einfache Regeln für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz im eigenen Arbeitskontext entwickeln,
- deine neu erworbene KI-Kompetenz anhand eigener Anwendungsfälle dokumentieren.
Außerdem baust du ein eigenes KI-Kompetenz-Portfolio auf. Es dokumentiert deinen Lernfortschritt und kann dir helfen, deine neuen Kenntnisse im Bewerbungsprozess sichtbar zu machen.
Ergänzend gehört ein Bewerbungscoaching zur Weiterbildung. Dabei beschäftigst du dich unter anderem mit Bewerbungsunterlagen, Stellensuche, Vorstellungsgesprächen und der Darstellung deiner neu erworbenen KI-Kompetenzen in Lebenslauf und Portfolio.
Finanzierung deiner Weiterbildung
Fördermöglichkeiten für deine Teilnahme
Die Kosten der Weiterbildung können zu 100% durch die Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter durch einen Bildungsgutschein übernommen werden.
Vor Beginn findet deshalb ein individuelles Beratungsgespräch statt. Dabei werden deine Voraussetzungen, deine beruflichen Ziele und der passende Qualifizierungsweg besprochen. Wenn weitere Weiterbildungsbausteine sinnvoll sind, kann auch eine Kombination in Abstimmung mit dem zuständigen Kostenträger geprüft werden.
Fördermöglichkeiten prüfenFragen & Antworten
Häufige Fragen
Wann kann ich mit der Weiterbildung starten?
Unsere Weiterbildungen starten in der Regel alle vier Wochen. Du kannst jeweils zum nächsten verfügbaren Starttermin einsteigen und musst daher nicht lange auf den Beginn deiner Weiterbildung warten.
Brauche ich Vorkenntnisse in Künstlicher Intelligenz?
Nein. Die Weiterbildung ist ausdrücklich auch für Quereinsteiger:innen ohne Vorkenntnisse in Künstlicher Intelligenz geeignet. Du solltest allerdings sicher mit Computer, Browser und gängigen Office-Anwendungen umgehen können.
Muss ich programmieren können?
Nein. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Die technischen Grundlagen werden konzeptionell vermittelt. Im Mittelpunkt steht das Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz funktioniert und wie du sie sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen kannst.
Wie läuft die Weiterbildung ab?
Die Weiterbildung findet online statt. Von Montag bis Freitag nimmst du von 8:00 bis 13:00 Uhr am virtuellen Präsenzunterricht teil. Anschließend bearbeitest du innerhalb desselben Unterrichtstages vier Unterrichtseinheiten im begleiteten Selbststudium zeitlich flexibel.
Welche KI-Werkzeuge werden im Kurs eingesetzt?
Die Weiterbildung ist bewusst nicht auf ein bestimmtes Werkzeug festgelegt. Im Mittelpunkt stehen übertragbare Grundprinzipien wie Prompting, Modellverständnis und Qualitätskontrolle. Welche konkreten Anwendungen eingesetzt werden, kann je nach aktueller Marktlage, Datenschutz und Eignung für die Lerngruppe variieren.
Benötige ich einen eigenen Laptop oder kostenpflichtige KI-Zugänge?
Nein. Die benötigte technische Ausstattung kann dir als Leihgerät bereitgestellt werden. Auch die erforderlichen Zugänge zu den eingesetzten KI-Werkzeugen und Übungsumgebungen stellt AZuKo für die Dauer der Weiterbildung zur Verfügung.
Was ist das Abschlussprojekt?
Im Abschlussprojekt bearbeitest du einen eigenen beruflichen Anwendungsfall. Dazu gehören die Auswahl und Analyse des Anwendungsfalls, ein geeigneter Prompt oder Workflow, die Qualitätskontrolle sowie die Präsentation deiner Ergebnisse.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhältst du ein trägerinternes AZuKo-Zertifikat. Zusätzlich ist die externe Zertifizierungsprüfung „KI-Grundlagen“ von HIPM-Zert Bestandteil der Weiterbildung. Bestehst du diese Prüfung, erhältst du ein weiteres Zertifikat von der unabhängigen Zertifizierungsstelle. Dieses Zertifikat ist unbefristet gültig. Die reguläre Prüfungsgebühr ist bereits in den Kosten deiner Weiterbildung enthalten.
Wie läuft die externe Zertifizierungsprüfung ab?
Die externe Prüfung wird online über die Prüfungsplattform von HIPM-Zert durchgeführt. Der Prüfungszugang wird für die letzten anderthalb Unterrichtswochen der Weiterbildung freigeschaltet. Ein fester Prüfungstermin ist nicht vorgesehen, sodass du die Prüfung innerhalb dieses Zeitraums flexibel ablegen kannst.
Geprüft werden die Bereiche Funktionsweise von KI und Sprachmodellen, Anwendung und Prompting, Qualitätskontrolle sowie Recht und Verantwortung.
Solltest du die Prüfung nicht beim ersten Versuch bestehen, sieht die Prüfungsordnung bis zu zwei Wiederholungsversuche vor. Zwischen zwei Prüfungsversuchen müssen mindestens 14 Tage liegen.
Unterstützt mich die Weiterbildung auch beim Berufseinstieg?
Ja. Bestandteil der Weiterbildung ist ein Bewerbungscoaching. Dabei geht es unter anderem um aussagekräftige Bewerbungsunterlagen, Stellensuche, Vorstellungsgespräche und darum, deine neu erworbenen KI-Kompetenzen in Lebenslauf und Portfolio sichtbar zu machen.
Passt diese Weiterbildung zu deinem nächsten beruflichen Schritt?
Du möchtest deine bisherigen beruflichen Kompetenzen um fundiertes Wissen zu Künstlicher Intelligenz erweitern, nach einer Pause wieder ins Berufsleben einsteigen oder dich für neue Aufgaben qualifizieren?
Dann kann „Künstliche Intelligenz verstehen und verantwortungsvoll anwenden – Grundlagen für den Berufseinstieg“ ein sinnvoller nächster Schritt sein. Die Weiterbildung eignet sich besonders, wenn du Künstliche Intelligenz nicht nur bedienen, sondern ihre Funktionsweise verstehen, Ergebnisse kritisch beurteilen und sie verantwortungsvoll in kaufmännischen, administrativen, kreativen oder organisatorischen Aufgaben einsetzen möchtest.
In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, ob die Weiterbildung zu deinen beruflichen Zielen und deiner aktuellen Situation passt.